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July 28, 2008

Eric van Hove: Abreaction in Shanghai (+Abreaction in Alexandria as observed by Joseph Badtke-Berkow)

Filed under: Multilingualism / Territories / Migration,Publics / Publishing — Crosswords.art @ 17:23

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ERIC VAN HOVE: Abreaction in Shanghai (2004)


Eric Van Hove was born in 1975 in Algeria and spent most of his youth in Yaoundé (Cameroon). He was educated in Belgium and Japan, studying Contemporary art and Traditional Japanese Calligraphy, now being
a Doctor of Arts from the Tōkyō University of the Arts. Van Hove’s current work, both heterogeneous and eclectic, often questions the limits and “moral competence” of Contemporary Art as a western institution once brought outside of the art context, to what he sometimes calls the “audiences of the border.” At times insubstantial and subversive, his interventions often question sociological, political and ecological issues. Migrant by choice, he is based between Europe, Africa and Japan.

Abreaction is a series of urban interventions that could be described as conceptual poetry. In as different cities as Alexandria, Dakar, Leuven, Shanghai, and Tehran, Eric van Hove bent down to chalk a long line of associative writing on the street. As he used languages that were not necessarily understood by locals, he made sure to have a translator with him. The Video above documents his Shanghai action, whereas the following text reflects what the american writer Joseph Badtke-Berkow witnessed during the Alexandria action. (sb)

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July 15, 2008

Die Gemeinschaft ist das Unmögliche

Filed under: Networks / Common(s) — Berliner Gazette @ 15:58

Von RUDOLF MARESCH

“Jugend” ist ja ein höchst schillernder Begriff geworden. Bei manchen dauert sie bis Ende dreißig, bei anderen bis fünfzig oder gar bis ans Lebensende. Es war und ist bekanntlich unsere Generation gewesen, die den Jugendlichkeitswahn für sich entdeckt und ihn dann kultiviert hat, von der Mode über Stilfragen und Ernährungsgewohnheiten bis hin zur Rock- und Popkultur.

Natürlich braucht es für gelingende Freund- oder Liebschaften mehr als gemeinsam veranstaltete Grill-, Sauf- oder Kiffabende. Es braucht Themen, Ideen und Gefühle, die Enthusiasmus erzeugen, einen hohen Intensitätsgrad besitzen und starke mitmenschliche Bindungen untereinander hervorrufen. Nur, wo Seele zu Seele findet, Geist zu Geist; nur, wo Zusammengehörigkeit um ihrer selbst willen und nicht wegen eines Zweckes gesucht wird; und nur, wo aus dem Ich und Du sogar ein Wir hervorgeht, kommt es zur echten Gemeinschaftsbildung. In diesem Sinne wohnt Freundschaften von Anfang an ein irrationaler Zug inne, der der Welt des Kalküls, der Buchführung und des Geldhandels unversöhnlich gegenüberstehen. (more…)

July 7, 2008

Zu Besuch bei Monsieur Brahim

Filed under: Multilingualism / Territories / Migration — Mittelweg 36 @ 09:57

Von NIKOLA TIETZE

Monsieur Brahim öffnet einen schwarzen Diplomatenkoffer, um uns – seinen drei deutschen Gästen in Imin Tiflut – die Auszüge seines französischen Kontos, den Mietvertrag und die Hausratsversicherung seiner Pariser Wohnung zu zeigen. Zwischen all den Papieren liegt das 70 Jahre alte Notizbuch eines Arztes. In arabischen Lettern auf Tashelhit, der Sprache der Berber, sind darin Rezepte zur Zubereitung von Heilkräutern und ihre Funktionen vermerkt. Mit Stolz verweist Monsieur Brahim auf dieses Familienerbe und die übrigen Papiere, die er wie einen Beweis seines Weltbürgerdaseins ständig in jenem Koffer verwahrt. Die in Frankreich als Wohnsitznachweis dienende Stromrechnung und das Notizbuch des Arztes sind für ihn die Klammern eines Lebens, das viele Grenzüberschreitungen in sich einschließt. (more…)

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